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Voice & Tone Guides erstellen: Mein KI-Workflow mit Claude

Ich nutze Claude.ai, um strukturierte Voice & Tone Guides für unsere KundInnen zu erstellen. Wie der Prozess funktioniert, verrate ich euch jetzt.

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Banner Voice & Tone Guides erstellen: Mein KI-Workflow mit Claude

TL;DR

  • Ein Voice & Tone Guide ist das Fundament für konsistente Markenkommunikation.
  • Claude.ai hilft, aus Bestandstexten und Marketing-Material strukturierte Guides zu erstellen.
  • KI beschleunigt die Erstellung von Voice & Tone Guides, doch es geht nicht ohne den menschlichen Feinschliff.

Viele Unternehmen haben eine ungefähre Vorstellung davon, wie ihre Marke klingt. Doch wenn neue Teammitglieder dazukommen, eine externe Agentur das Copywriting übernimmt oder KI-Tools im Einsatz sind, reicht “ungefähr” nicht mehr aus.

Genau dafür gibt es Voice and Tone Guides. Ich zeige dir, wie ich sie mit Claude erstelle – vom ersten Input bis zum fertigen Dokument.

Was ist ein Voice & Tone Guide?

Ein Voice & Tone Guide definiert, wie eine Marke kommuniziert – unabhängig davon, wer schreibt. Konkret besteht er aus zwei Ebenen.

  • Die Voice ist konstant und beschreibt den Charakter der Marke. Ist sie direkt oder eher zurückhaltend? Fachlich oder zugänglich? Humorvoll oder immer sachlich?
  • Der Tone hingegen variiert je nach Format und Situation. Ein Blogpost klingt anders als eine Fehlermeldung, ein LinkedIn-Post anders als eine Stellenanzeige. Die Grundpersönlichkeit bleibt dieselbe, die Tonlage passt sich an.

Was gehört in einen Voice & Tone Guide?

Ein Voice & Tone Guide umfasst in der Regel folgende Punkte:

  • Stimm-Attribute – Adjektive, die den Charakter der Marke beschreiben, jeweils mit konkreten Beispielen. Nicht „authentisch". Sondern was authentisch für diese Marke bedeutet.
  • Sprachregeln – Satzlänge, Aktiv vs. Passiv, Anrede, Gendern, Umgang mit Fachbegriffen.

Beispiel aus einem Voice and Tone Guide

  • Format-spezifische Hinweise – Wie klingt die Marke im Blogpost, auf LinkedIn, im Newsletter? Beispiel für format-spezifische Hinweise aus einem Voice and Tone Guide
  • Do's und Don'ts – Konkrete Formulierungsbeispiele, die zeigen, welche Begriffe oft genutzt und welche vermieden werden.
  • Hinweise für SEO/GEO (optional) – Gibt es Headlines mit klarem Nutzenversprechen? Sind FAQs vorhanden? Funktioniert jeder Absatz auch isoliert?
  • Checkliste vor dem Veröffentlichen (optional) – Fünf bis acht Fragen, die CopywriterInnen vor dem Publishen durchgehen.

Warum ist ein Voice & Tone Guide für Marken wichtig?

Mit einem Voice & Tone Guide spart Zeit ist deine Marke auf jedem Kanal wiedererkennbar. Die konkreten Vorteile:

  • Zeitersparnis im Alltag – Statt bei jedem neuen Text erklären zu müssen, wie die Marke klingt, gibt es ein Dokument, das das übernimmt. Briefings werden kürzer, Feedback-Schleifen auch.
  • Stärkeres Markenbild – Eine Marke, die auf jedem Kanal einheitlich klingt, wirkt vertrauenswürdiger und professioneller. So werden auch mehr InteressentInnen zu KundInnen.
  • Schnelleres Onboarding – Neue Teammitglieder oder externe Agenturen verstehen mit einem Voice & Tone Guide schneller, wie die Marke kommuniziert, und können ab Tag 1 mit der Texterstellung beginnen.
  • Bessere KI-Outputs – Wer Claude und andere KI-Tools ohne Markenkontext laufen lässt, bekommt generische Texte. Wer einen Voice & Tone Guide hochlädt, bekommt authentischen Content, der zur Marke passt.
  • Weniger Abhängigkeit von einzelnen Personen – In vielen Unternehmen gibt es eine Person, die instinktiv weiß, wie die Marke klingt. Ist sie weg, fehlt diese Instanz. Ein Voice & Tone Guide überträgt dieses Wissen ins Dokument, das alle nutzen können.

So erstelle ich Schritt-für-Schritt Voice & Tone Guides mit Claude

Seit ich mit Claude arbeite, besteht mein Prozess für die Erstellung der Voice & Tone Guides aus diesen Schritten. Voice and Tone Guides mit Claude erstellen, der gesamte Workflow erklärt

Schritt 1: Material sammeln

Bevor ich Claude auch nur öffne, sammle ich alles, was die Marke bereits hat. Bestandstexte von der Website, LinkedIn-Posts, Newsletter, Präsentationen, Stellenanzeigen – alles, was zeigt, wie das Unternehmen bisher kommuniziert hat.

Manchmal haben unsere KundInnen bereits einen Voice & Tone Guide. Diesen nutze ich dann als Basis und arbeite mit Claude daran, ihn zu vertiefen, fehlende Aspekte zu ergänzen und ihn praxistauglicher zu machen.

Schritt 2: Claude briefen

Jetzt kommt Claude ins Spiel. Ich lade das gesammelte Material hoch und gebe einen klaren Prompt: Was ist das Ziel, wer ist die Zielgruppe, welche Struktur soll der Guide haben. Je präziser das Briefing, desto weniger muss ich im nächsten Schritt korrigieren.

Prompt-Beispiel:

Du bist ein erfahrener Brand Strategist und Texter. Ich möchte, dass du auf Basis der folgenden Materialien einen vollständigen Voice & Tone Guide für die Marke [Markenname] erstellst.

Das Ziel: Ein praxistaugliches Dokument, das alle, die im Namen der Marke schreiben – interne Teammitglieder, externe Agenturen oder KI-Tools – als verbindliche Referenz nutzen können.

Die Materialien, die ich dir mitgebe:

  • [Bestandstexte: Website, LinkedIn, Newsletter etc.]
  • [Briefing-Dokument]
  • [Ggf. bestehender Voice & Tone Guide]

Der Guide soll folgende Struktur haben:

  1. Markenprofil in einem Satz
  2. Stimm-Attribute (3–6) mit konkreten Beispielen und Do's & Don'ts
  3. Sprachregeln (Satzstruktur, Anrede, Gendern, Fachbegriffe)
  4. Format-spezifische Hinweise (Blogpost, LinkedIn, Newsletter, Meta Description)
  5. Checkliste vor dem Veröffentlichen

Schreib den Guide auf Deutsch, klar und direkt. Keine generischen Aussagen – alles soll konkret auf die Marke zugeschnitten sein.

Schritt 3: Draft reviewen

Claude liefert einen ersten Entwurf – strukturiert, vollständig, aber noch nicht fertig. Jetzt lese ich kritisch:

  • Was klingt generisch?
  • Was passt nicht zur Marke?
  • Was fehlt?

Dieser Schritt ist der wichtigste im ganzen Prozess. Claude beschleunigt die Arbeit, aber das Markenverständnis kommt von mir.

Schritt 4: Kundenfeedback & Anpassung

Jetzt kommt die erste Feedbackrunde. Meistens gibt es an dieser Stelle zwei oder drei Runden – einzelne Attribute, die nicht passen, Beispiele, die ausgetauscht werden, Tonlagen, die nachjustiert werden. Claude hilft mir, diese Anpassungen schnell umzusetzen.

Schritt 5: Finale Version teilen

Am Ende entsteht ein Voice & Tone Guide, das die Marke wirklich abbildet und in der Praxis genutzt wird. Das finale Dokument liefere ich in der Regel als Google Doc – so bleibt es für alle Beteiligten zugänglich und kann einfach aktualisiert werden. Andere Formate wie PDF sind selbstverständlich auf Wunsch auch möglich.

Du hast noch keinen Voice & Tone Guide oder merkst, dass dein bestehendes dringend ein Update braucht? Melde dich für einen unverbindlichen 30-Minuten-Call oder direkt auf dem ganztags.-LinkedIn-Profil. Wir freuen uns auf dich!

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